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Experte: Anschläge in Jakarta waren zu erwarten

Zerstörtes Hotel nach AnschlagGroßansicht
Sydney (dpa) - Die Terroranschläge in Jakarta waren nach Einschätzung eines australischen Sicherheitsexperten nur eine Frage der Zeit.

Ein harter Kern von Mitgliedern der verdächtigten Terror-Organisation Jemaah Islamiyah (JI) sei desillusioniert gewesen und hätte seit längerem spektakuläre Aktionen geplant, sagte der Direktor des Instituts für Strategische Politik, Carl Ungerer.

«Es gab in den vergangenen Monaten Anzeichen, dass diese Hardliner innerhalb der Jemaah Islamiyah unzufrieden waren, weil in den letzten Jahren keine Anschläge mehr verübt wurden, und es war klar, dass sie etwas tun wollten», sagte er dem australischen Rundfunk.

Nach den Bombenanschlägen auf Bali 2002 und 2005 waren 400 der geschätzten 4000 Mitglieder der Terror-Organisation festgenommen worden. Viele seien aber bereits wieder freigelassen worden, sagte Ungerer. Die Hardliner täten die moderaten Mitglieder als "NATO" ab - No Action, Talk Only (etwa: keine Aktionen, nur Gerede).

Moderate Elemente hätten in letzter Zeit dafür plädiert, sich auf politische Ziele zu konzentrieren - einen streng islamischen Staat. Das sei vom harten Kern immer stärker in Frage gestellt worden, sagte Ungerer.

Terrorismus / Indonesien / Australien
17.07.2009 · 11:50 Uhr
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