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Experte: Am Ende entscheidet der Mensch

Berlin (dpa) - Kreuzfahrtschiffe haben nach Auskunft des Fachjournalisten Frank Behling auf der Brücke das modernste Equipment. «Nur am Ende steht da oben trotzdem ein Mensch, der diese Dinge, diese Geräte bedient, die Kurse eingibt, der auch festlegt am Ende, wie der Kurs ist», sagte der Experte im Interview mit dem Deutschlandfunk.

Der Kapitän des gekenterten Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» soll das Schiff zu dicht an die Küste der italienischen Insel Giglio gelenkt haben.

Behling, der unter anderem für das Magazin «an Bord» schreibt, sagte, dass den Passagieren und auch den Menschen an Land möglicherweise etwas Besonderes geboten werden sollte. Allerdings nicht aus wirtschaftlichen Gründen, «sondern dann mehr aus dem guten Willen heraus».

Auf die Frage, ob der Kapitän tatsächlich immer als letzter von Bord muss, antwortete der Fachjournalist: «Es gibt da keine Vorschrift, dass er als letzter das Schiff verlassen muss. Es gibt ja auch Fälle wie hier jetzt auch, wo ein sehr großes Durcheinander entsteht.» Aber der Kapitän sei auf jeden Fall verantwortlich.

Die Suche nach Überlebenden sei sehr riskant, weil das Schiff an einer sehr steil abfallenden Küste liege. «Die theoretische Chance ist bei Schiffen, sehr lange zu überleben, wenn man einen Hohlraum findet, schon gegeben. Das ist wie im Bergbau», fügte Behling in dem Interview mit dem Deutschlandfunk hinzu.

Schifffahrt / Unfälle / Italien
16.01.2012 · 12:33 Uhr
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