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Ex-Verteidigungsminister Rühe fordert "Rat ehemaliger Generalinspekteure"

Berlin (dts) - Der frühere Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) hat angesichts steigender Verluste der Bundeswehr in Afghanistan die Einberufung eines "Rates ehemaliger Generalinspekteure" gefordert. Einen solchen Schritt erwarte Rühe von seinem Amtsnachfolger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), so der frühere Minister gegenüber der "Bild-Zeitung" (Dienstagausgabe). Nach Ansicht des CDU-Politikers sollten erfahrene Ex-Militärs in die Diskussion um eine bessere Bewaffnung der Bundeswehr in Afghanistan mit einbezogen werden. Rühe nannte beispielhaft die Generäle Kujat und Neumann. Nach dem jüngsten Zwischenfall mit drei toten deutschen Soldaten sei offensichtlich, dass die Bundeswehr "zusätzliche Bewaffnungen" am Hindukusch brauche. Rühes früherer Planungschef, Vizeadmiral a.D. Ulrich Weisser, sagte der Online-Ausgabe der "Bild", es fehle der Bundeswehr in Afghanistan vor allem an Aufklärungsdrohnen, Kampf- und Transporthubschraubern sowie an Artillerieunterstützung. Es sei "völlig inakzeptabel", dass die Bundeswehr in Afghanistan "nicht über einen einzigen Kampfhubschrauber verfügt", so Weisser. "Da ist viel versäumt worden, vor allem, weil sich die Politik lange Zeit geziert hat, das Wort `Krieg` in den Mund zu nehmen." Der frühere Vizeadmiral forderte, 2011 müsse das "Schlüsseljahr" für den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan werden: "Die Deutschen dürfen nicht die Letzten sein, die das Licht aus machen."
DEU / Afghanistan / Militär
05.04.2010 · 16:35 Uhr
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