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Ex-Kommandeur der GSG 9 kritisiert neue Strategie zur Piraten-Bekämpfung

Berlin (dts) - Der frühere Kommandeur der deutschen Antiterror-Einheit GSG 9, Ulrich Wegener, hat die neuen Befugnisse der Bundesmarine zur Piraten-Bekämpfung als "völlig unzureichend" bezeichnet. "Dieses Konzept haben Leute entwickelt, die überhaupt keine Ahnung von der Sache haben", sagte Wegener dem Nachrichtenmagazin "Focus". Er kritisierte, dass die Bundeswehr laut einem Beschluss des Kabinetts die somalischen Seeräuber an Land maximal zwei Kilometer per Hubschrauber verfolgen darf.

Auf diese Distanz würden die Piraten sich sehr schnell einstellen, sagte Wegener, der mit seinem Kommando 1977 in Mogadischu Passagiere aus einer gekaperten Lufthansa-Maschine befreit hatte. Bewaffnete könnten von Standorten hinter dem festgelegten Zwei-Kilometer-Areal Hubschrauber mit großkalibrigen Waffen oder tragbaren Boden-Luft-Raketen attackieren. "Piraten sind zu bekämpfen, wo immer man sie antrifft", sagte Wegener zu "Focus". Ein zuvor festgelegtes Gebiet an Land behindere die Operationen der Marine.
DEU / Militär
22.04.2012 · 07:29 Uhr
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