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Ex-EZB-Chef Trichet: Euro-Krise ist "überstanden"

Frankfurt/Main (dts) - Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, hat keine Zweifel daran, dass der Euro dauerhaft Bestand haben wird, ohne dass Länder austreten werden: "Natürlich wird der Euro überleben. Seine Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Währung haben die schlimmste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden", sagte Trichet im Gespräch mit der "Welt am Sonntag". "Der Euro als Währung wurde nie infrage gestellt. Wir sprechen hier über das historische Projekt der Europäer, das vor 63 Jahren begonnen hat."

Auch dass ein Land von sich aus den Austritt aus der Eurozone anstrebe, schließt Trichet aus. Die angeschlagenen Euro-Staaten hätten sich bewusst dagegen entschieden. Zudem hätten alle Demokratien erkannt, "dass es sich in der heutigen Welt lohnt, eng zusammenzustehen." Das Problem sei lange die Wahrnehmung mancher Hedgefondsmanager gewesen, "die nach jeglicher Gelegenheit zum Geldverdienen suchen. Nach den ersten Episoden der Finanzkrise in den Jahren 2007 und 2008 sagten sie sich: `Europa wird jetzt offenbar untergehen, lasst uns darauf wetten.` Und erst so langsam erkennen sie, dass die Dinge viel komplizierter sind und dass die Euro-Zone widerstandsfähiger ist, als sie dachten."
Wirtschaft / EU / Wirtschaftskrise
20.10.2013 · 02:00 Uhr
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