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Ex-EU-Kommissar stürzt von Leiter in den Tod

Karel van MiertGroßansicht
Brüssel (dpa) - Nach einem Sturz von einer Leiter in seinem Garten ist der frühere EU-Wettbewerbskommissar Karel Van Miert (67) gestorben. Der Bürgermeister von Van Mierts Heimatgemeinde Beersel südlich von Brüssel bestätigte den Leitersturz, der sich bereits am Montagabend ereignet habe.

Er teilte keine Einzelheiten über die näheren Umstände mit. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso würdigte den Belgier Van Miert am Dienstag als «überzeugten und engagierten Europäer».

Van Miert war einer der prominentesten sozialistischen Politiker Flanderns nach dem Zweiten Weltkrieg und gehörte zehn Jahre - von 1989 bis 1999 - der EU-Kommission an. In den ersten fünf Jahren war er für die Bereiche Verkehr, Kredit und Investitionen zuständig, in den zweiten fünf Jahren für die Wettbewerbspolitik. «Er hat immer die soziale Funktion des Binnenmarktes betont», hieß es im Nachruf Barrosos. Ihm sei es stets darum gegangen, die Schwächsten gegen die Stärksten zu schützen. Den Binnenmarkt habe er als «Projekt im Dienst der europäischen Bürger» gesehen.

Karel Van Miert hatte nach einem Studium der politischen Wissenschaften seine berufliche Laufbahn 1968 als Mitarbeiter des EU-Kommissionsvizepräsidenten Sicco Mansholt begonnen. Anschließend war er sowohl als Universitätslehrer als auch als Vorsitzender der flämischen Sozialisten in der belgischen Innenpolitik tätig. Nach den Ausscheiden aus der EU-Kommission war er Professor und zeitweilig auch Rektor der an der angesehenen niederländischen Wirtschaftsuniversität Nyenrode.

EU / Personalien / Belgien
23.06.2009 · 11:36 Uhr
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