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Ex-Chef von NSA und CIA ließ sich im Zug belauschen

Peinlicher Verstoß gegen das Agenten-Einmaleins: Der ehemalige NSA- und CIA-Chef Michael Hayden plauderte im Zug über seine frühere Arbeit. Foto: Matthew Cavanaugh/ArchivGroßansicht

New York (dpa) - Als NSA-Chef hatte Michael Hayden das Kommando über den wohl mächtigsten Abhördienst der Welt - jetzt ließ er sich selbst in einem Zug belauschen. Hayden sitze hinter ihm und gebe am Telefon Interviews als «früherer ranghoher Regierungsbeamter», schrieb ein Fahrgast bei Twitter.

Die Kurznachricht machte am späten Donnerstag schnell die Runde und etwa eine Viertelstunde später wurde Hayden von seinem Büro auf die Panne hingewiesen. Er ließ sich mit dem Twitter-Nutzer Tom Matzzie fotografieren. Sie hätten eine sehr nette Unterhaltung gehabt, bei der es unter anderem um Spionage und die US-Verfassung ging, schrieb der Unternehmer Matzzie. «Er war ein Gentleman und wir sind unterschiedlicher Meinung.»

Besonders peinlich für Hayden, der das elementare Agenten-Einmaleins missachtete: Er war nicht nur NSA-Chef von 1999 bis 2005, sondern führte von 2006 bis 2009 auch den Geheimdienst CIA.

Geheimdienste / Internet / USA
25.10.2013 · 17:19 Uhr
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