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Ex-CDU-Generalsekretär Heiner Geißler gegen Schwarz-Gelb im Bund

Berlin (dts) - Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hat sich heute gegen ein Bündnis von CDU und FDP nach der Bundestagswahl ausgesprochen. "Ich halte Schwarz-Gelb für chancenlos und für eine schlechte Lösung für die nächste Legislaturperiode", sagte Geißler gegenüber dem "Münchner Merkur". Da die Wirtschaftskrise noch andauere, sei ihm wohler, wenn eine Große Koalition das Land führe. Diese würde sich zum "Wohle des Landes" zusammenraufen, "statt das ganze im parteipolitischen Streit untergehen zu lassen". Ihm sei es zudem lieber Angela Merkel führe das Land gemeinsam mit Peer Steinbrück, als wenn Guido Westerwelle in der Verantwortung stünde. Mit seinen Aussagen hat Geißler für Empörung bei der FDP, deren Verhältnis zu der Union in letzter Zeit generell nicht das beste ist, gesorgt. FDP-Vize Rainer Brüderle reagierte gegenüber dem "Handelsblatt" mit Unverständnis auf die "schrägen Thesen" Geißlers. Dieser würde immer wieder versuchen sich mit Extrempositionen ins Gespräch zu bringen und spreche sowieso schon lange nicht mehr für die CDU. Heiner Geißler war bis 1989 Generalsekretär der CDU und hatte sich Ende der neunziger Jahre aus der aktiven Politik zurückgezogen. Seit 2007 engagiert er sich für die globalisierungskritische Organisation Attac.
DEU / Wahlkampf / Bundestagswahl / Koalition
03.09.2009 · 20:31 Uhr
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