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Ex-BND-Chef wirft Alt-Kanzler Kohl Diffamierung des Geheimdienstes vor

Wildbad Kreuth (dts) - Der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Hansjörg Geiger, hat sich über die Diffamierung des Auslandsgeheimdienstes durch führende deutsche Politiker beklagt. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) habe für den BND nur Spott und Häme übrig gehabt, sagte Geiger gegenüber dem Magazin "Focus" am Dienstag auf einer Fachtagung der Hans-Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth. Auch der damalige Außenminister Klaus Kinkel (FDP) habe die BND-Analysen missachtet. Kinkel habe stets alles besser gewusst, sagte Geiger, der von 1996 bis 1998 BND-Chef war und danach als Staatssekretär ins Justizministerium wechselte. Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) und sein engster Mitarbeiter Frank-Walter Steinmeier seien hingegen stets an persönlichen Gesprächen mit dem BND-Präsidenten interessiert gewesen, berichtete Geiger. Auch Roman Herzog habe sich zu seiner Amtszeit als Bundespräsident oft vor Auslandsreisen vom BND unterrichten lassen.
DEU / Bundesnachrichtendienst
13.12.2009 · 16:48 Uhr
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