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Ex-Außenminister Steinmeier kritisiert Nachfolger Westerwelle

Berlin (dts) - Der ehemalige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kritisiert die Amtsführung seines Nachfolgers Guido Westerwelle. In einem Interview der "Bild-Zeitung" (Montagausgabe) äußert Steinmeier Verständnis für die 60 Prozent der Bundesbürger, die laut Umfragen mit Westerwelle unzufrieden sind. Er sagte der Zeitung: "Die Menschen haben kaum die Chance, Westerwelle als Außenminister kennen zu lernen." Statt dessen gebe es den FDP-Vorsitzenden, der sich als Vizekanzler in populistischen Debatten gefalle. Steinmeier weiter: "Der aber vergisst: Als Minister hat er auch ein Ressort - die deutsche Außenpolitik. Aber dafür, für die wichtigen Debatten über das Afghanistan-Mandat in den letzten Wochen beispielsweise, hat er offenbar keine Zeit." Steinmeier kritisierte auch die Rolle des FDP-Vorsitzenden in der Koalition. Er sagte der "Bild-Zeitung": "Westerwelle gibt immer noch den Oppositionsführer." Union und FDP hätten angeblich 2009 "aus Liebe geheiratet", jetzt stelle sich heraus: "Alles ein böser Irrtum, Ehe zerrüttet nach drei Monaten." Angela Merkel und Guido Westerwelle müssten einräumen, dass sie einfach nicht zu einander passten, anstatt sich von einem Krisengipfel zum nächsten zu hangeln. "Sie sollten einfach sagen. Es geht nicht." Zur Rolle der eigenen Partei sagte Steinmeier der "Bild-Zeitung": "Die SPD stellt sich neu auf und gewinnt wieder an Selbstbewusstsein!"
DEU / Parteien
28.02.2010 · 14:48 Uhr
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