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Europa bibbert - Strom in China wird rationiert

Ein eingeschneiter Wagen in der englischen Grafschaft Hampshire.Großansicht
London/Paris/Peking (dpa) - Vollgepumpt mit Feuchtigkeit zieht Tief «Daisy» vom Mittelmeer Richtung Polen und bringt nicht nur Deutschland massive Schneefälle. Auch in anderen Ländern Europas bibbern die Menschen.

In England fielen die Temperaturen in der Nacht zu Donnerstag auf bis zu minus 18 Grad. In Frankreich wurde in einem Drittel aller Départements vor Schnee und Eis gewarnt. Noch schlimmer hat es Teile Asiens erwischt: In China wurde nach Rekordschneefällen und den niedrigsten Temperaturen seit Jahrzehnten in großen Teilen des Landes der Strom rationiert oder sogar abgestellt.

Großbritannien hat das Schneechaos gerade überwunden, nun hält die bittere Kälte das Land im Griff. Besonders tief sanken die Temperaturen in der Grafschaft Oxfordshire, teilte der Wetterdienst mit. Auf den vereisten Straßen und Flughäfen gab es weiter Behinderungen. Der Billigflieger Easyjet strich etwa 70 Flüge. Auch British Airways kündigte Streichungen und Verspätungen an den Londoner Flughäfen Gatwick und Heathrow an. Daneben blieben weiter hunderte Schulen geschlossen. Rund 20 000 Menschen waren zudem von einem Stromausfall in der südenglischen Grafschaft Hampshire betroffen.

In Frankreich dringe der Winter vom Westen immer weiter ins Landesinnere und nach Süden vor, teilte der Wetterdienst am Donnerstag mit. Der Verkehr war in weiten Teilen des Landes beeinträchtigt, in mehreren Départements durften weder Lastwagen noch Schulbusse fahren. In Paris waren die Dächer und die weniger befahrenen Straßen am Morgen weiß. Für den Abend wurde Schneefall auch in der südlichen Region Provence-Alpes-Côtes d'Azur erwartet - mit bis zu zehn Zentimetern Neuschnee in der Fläche und bis zu 40 Zentimetern in Höhenlagen über 500 Meter.

In China war der Stromverbrauch wegen der anhaltenden Kälte rasant angestiegen. In den zentralchinesischen Provinzen Hunan und Hubei war am Mittwoch so viel Strom verbraucht worden wie noch nie zuvor an einem Tag. Die Vorräte in den staatlichen Kohlelagern schwinden zusehends. Damit es in Wohnhäusern, Schulen und Krankenhäusern warm bleibt, wurde der Strom vor allem für Betriebe und öffentliche Gebäude rationiert, wie chinesische Medien berichteten.

Zumindest in einem Fall erwies sich der Schnee aber auch als Lebensretter: Eine Frau überlebte den Sturz aus dem 16. Stock eines Pekinger Hochhauses - weil sie auf einer dicken Schneedecke landete. Sie hatte auf ihrem Balkon Wäsche ausgeschüttelt und war in die Tiefe gestürzt.

International / Wetter
07.01.2010 · 12:33 Uhr
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