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Eurogruppe prüft «Szenario» eines griechischen Ausstiegs

«Grexit», der griechische Austritt aus der Eurozone, wird von EU-Experten durchgespielt. Foto: Alkis Konstantinidis

Brüssel (dpa) - Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker hat bestätigt, dass Experten der 17 Euro-Staaten auch die Folgen eines möglichen Ausscheidens Griechenlands aus der Währung prüfen.

Die «Arbeitshypothese» der Eurogruppe sei jedoch, dass Griechenland weiterhin ein Euro-Währungsmitglied bleibe, sagte Juncker am Donnerstagmorgen nach dem EU-Sondergipfel in Brüssel.

«Ich habe die Mitgliedsregierungen der Eurozone nicht beauftragt, nationale Notfallpläne auszuarbeiten», sagte Juncker. «Aber selbstverständlich ist es so, dass wir uns auf alle Szenarien einstellen müssen, weil wir sonst unserer Aufgabe nicht gerecht würden.» Juncker betonte: «Unsere Arbeitshypothese und unser politischer Wille ist, dass Griechenland Mitglied der Eurozone bleibt. Darüber sollten überhaupt keine Zweifel entstehen.»

Juncker sagte zum Streit um Eurobonds: «Wir haben die Kontroverse mit der üblichen Leidenschaft ausgetragen.» Bei den Eurobonds gehe es «nicht um eine totale Vergemeinschaftung aller öffentlichen Schulden im Euroraum». Man werde über das Thema im Gespräch bleiben: Er rechne nicht mit einer Entscheidung innerhalb von einigen Monaten: «Das Thema ist wieder da, aber das Thema ist nicht spruchreif.»

EU / Gipfel
24.05.2012 · 22:44 Uhr
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