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Euro-Gruppen-Vorsitz soll zwischen Schäuble und Frankreichs Finanzminister rotieren

Brüssel (dts) - Im Konflikt um den Vorsitz der Euro-Gruppe streben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue französische Staatspräsident François Hollande einen Kompromiss an. Für die Nachfolge von Jean-Claude Juncker, dessen Amtszeit in diesem Monat ausläuft, können sich Hollande und Merkel ein Rotationsverfahren vorstellen. Demnach würde Hollande zunächst Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als Vorsitzenden der Euro-Finanzminister akzeptieren.

Nach der Hälfte der Amtszeit könnte dann der französische Finanzminister Pierre Moscovici übernehmen. Die Ämterteilung würde es beiden, Kanzlerin und Präsident, ermöglichen, ihr Gesicht zu wahren. Merkel hatte sich bereits vor den französischen Präsidentschaftswahlen für Schäuble starkgemacht, Hollande hatte die Personalie jedoch nach seinem Wahlsieg blockiert und seinen eigenen Finanzminister Moscovici gegen Schäuble ins Rennen geschickt. Zudem forderte der Franzose, der Chef der Euro-Gruppe müsse wegen der gestiegenen Bedeutung des Gremiums in der Finanzkrise hauptamtlich besetzt werden. Dies lehnt die Bundesregierung jedoch bislang ab.
Belgien / EU / DEU / Frankreich / Weltpolitik / Wirtschaftskrise
07.07.2012 · 18:00 Uhr
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