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EU will Untersuchung von Polit-Morden im Kaukasus

Mordopfer SadulajewaGroßansicht
Stockholm (dpa) - Die schwedische EU-Präsidentschaft hat Russland zu einer Untersuchung der jüngsten Morde im Nordkaukasus aufgefordert und verlangt einen besseren Schutz von Menschenrechtlern dort.

Die Erklärung vom Mittwochabend verurteilt insbesondere den Doppelmord an der Bürgerrechtlerin Sarema Sadulajewa und ihrem Mann. Deren Leichen waren am Dienstag gefunden worden. «Es ist wichtig, das diese Morde zügig, gründlich und auf transparente Weise untersucht werden», heißt es weiter.

Sadulajewa hatte in Tschetschenien die regierungsunabhängige Organisation «Retten wir die Generation» geleitet, die sich seit 2001 unter anderem mit Spenden aus Deutschland für minderjährige Opfer des Tschetschenien-Krieges einsetzt. Auch Sadulajewas Mann hatte bei der Vermittlung von medizinischer Behandlung und der Versorgung der Kinder mit Prothesen mitgewirkt.

Das Ehepaar war am Montag von Unbekannten in einem Auto vom Büro der Organisation weggebracht worden. Die Behörden hatten daraufhin mitgeteilt, es lägen keine Hinweise auf eine Entführung vor. Laut Augenzeugen waren beide ohne Gewaltanwendung in das Auto gestiegen. Einen Tag später wurden die Leichen im Kofferraum eines Autos in einem Vorort der tschetschenischen Hauptstadt Grosny gefunden.

EU / Konflikte / Kaukasus / Russland
13.08.2009 · 10:34 Uhr
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