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EU-Währungskommissar Rehn fürchtet um Spanien und Zypern

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Straßburg (dpa) - Nach Einschätzung der EU-Kommission gibt es trotz der Milliarden-Hilfen für die Banken in Spanien weiterhin Anlass zur Sorge um die Stabilität des Landes. Auch Zypern könnte auf den europäischen Rettungsschirm angewiesen sein.

Der Inselstaat benötigt etwa 1,8 Milliarden Euro für die ins Wanken geratene zweitgrößte Bank des Landes, die Cyprus Popular Bank. EU-Währungskommissar Olli Rehn betonte gleichzeitig, dass die Europäer weiterhin «fest an der Seite Spaniens» stehen würden.

Die Kommission habe bei Spanien und Zypern «sehr schwerwiegende Ungleichgewichte» festgestellt, die dringende Maßnahmen erforderten, sagte Rehn am Montag vor dem Wirtschaftsausschuss des EU-Parlaments. Die Eurogruppe habe eine entscheidende Initiative für Spanien ergriffen, als sie am Samstag Notkredite von bis zu 100 Milliarden Euro für den kriselnden Bankensektor vereinbart habe.

Diese Hilfe für Spanien sei ein «ganz klares Signal», dass die Eurozone bereit und in der Lage sei, «an der Seite Spaniens zu stehen und das Land auch weiterhin zu unterstützen». So würden die Ansteckungsgefahren an den Rest Europas eingedämmt und die schwierigen Kreditbedingungen für Spanien verbessert.

Rehn plädierte für eine engere wirtschaftliche Union. Nun sei die Zeit gekommen, über die Vollendung der wirtschaftlichen und monetären Union zu sprechen, «damit die Eurozone eine solide Grundlage für nachhaltiges Wachstum und die Schaffung von Arbeitskräften hat», sagte er. Mit diesem Thema werden sich die EU-Regierungschefs auf ihrem Gipfeltreffen am 28./29. Juni beschäftigen.

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EU / Finanzen / Spanien / Zypern
11.06.2012 · 22:40 Uhr
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