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EU und IWF zu Schuldenrestrukturierung Griechenlands bereit

Berlin (dts) - Angesichts der dramatischen Verschlechterung der Lage Griechenlands sind die EU-Kommission, der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Bundesregierung offenbar zu einer weichen Umschuldung Griechenlands bereit. Dem Vernehmen nach plädieren der IWF, die Kommission sowie die Bundesregierung für eine Verlängerung der Laufzeiten griechischer Staatsanleihen, erfuhr die Tageszeitung "Die Welt". Bislang war die EU-Kommission dagegen, weil sie wie die Europäische Zentralbank (EZB) Turbulenzen auf dem Markt für europäische Staatsanleihen und Folgen für die wackeligen Banken Europas fürchtete.

Offenbar hat jetzt aber ein Umdenken eingesetzt. "Wenn man sich die neuen Daten anschaut, weiß man, dass sich die Lage verändert hat", hieß es weiter. Die EZB und Frankreich sind dagegen weiterhin gegen jeden Schuldenschnitt. Vertreter der Bundesregierung favorisierten schon geraume Zeit eine freiwillige Umschuldung als Teil eines neuen Rettungsprogramms für Athen. Bei EZB und Bundesfinanzministerium wollte sich allerdings niemand zu diesen Informationen äußern. Grund für die Meinungsänderung ist dem Vernehmen nach die neueste Prognose der Generaldirektion für Wirtschaft und Finanzen. Die EU-Experten gehen davon aus, dass Griechenlands Haushaltsdefizit in diesem Jahr 9,5 Prozent betragen werde - das wären knapp zwei Prozentpunkte mehr, als im Sanierungsplan zwischen Athen, den Euro-Ländern und dem IWF vor einem Jahr vereinbart.
DEU / Wirtschaftskrise / Weltpolitik / Griechenland / Finanzindustrie
13.05.2011 · 18:45 Uhr
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