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EU schließt Schuldenschnitt für Griechenland nicht mehr aus

Brüssel/Athen (dts) - Angesichts der sich zuspitzenden Krise in Europa schließen die Euro-Staaten einen Schuldenerlass für Griechenland nicht mehr aus. Ab sofort würden "vorbehaltlos" und "tabulos" alle Hilfsmöglichkeiten geprüft, kündigte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Dienstag in Brüssel an. Eine Umschuldung und eine Beteiligung privater Gläubiger an der Rettung des Landes wollen die Finanzminister nun prüfen.

Zuvor hatte bereits der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager erklärt, dass ein teilweiser Zahlungsausfall Griechenlands nicht mehr ausgeschlossen sei. Die europäischen Finanzminister geraten zunehmend unter Druck eine Lösung für Griechenland zu finden, da an den Finanzmärkten die Angst vor einer Ausweitung der Schuldenkrise wächst. Anlässlich der Befürchtungen bezüglich Italien gab es an den Börsen am Dienstag erhebliche Kursabstürze. Am Montag hatte die Eurogruppe bereits eine Verlängerung der Laufzeiten für Notkredite sowie eine Zinsminderung vorgeschlagen. Zudem solle der EU-Rettungsschirm "flexibler" eingesetzt werden, wozu in Kürze konkrete Vorschläge vorgelegt werden sollen. Die Beratungen über das zweite Hilfspaket für Griechenland sind derweil weiterhin nicht abgeschlossen. Am Freitag werden die Staats- und Regierungschefs der Eurozone wahrscheinlich zu weiteren Gesprächen auf einem Sondergipfel zusammen kommen.
EU / Griechenland / Wirtschaftskrise / Finanzindustrie
12.07.2011 · 23:59 Uhr
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