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EU sagt Haiti gut 1,2 Milliarden Euro zu

Ein Junge auf den Trümmern eines zerstörten Hauses in Port-Au-Prince.Großansicht
New York (dpa) - Die Europäische Union stellt dem von einem Erdbeben zerstörten Haiti mehr als 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollten in den nächsten 18 Monaten vor allem Straßen und Gebäude gebaut und andere Infrastrukturprojekte verwirklicht werden.

Das sagte EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Mittwoch auf der Geberkonferenz in New York. Für Deutschland weist die EU einen Anteil von 39,4 Millionen Euro aus. Knapp hinter Italien mit 40 Millionen ist Deutschland damit die Nation mit dem viertgrößten Anteil. Spanien überweist allein 346 Millionen, Frankreich 236 Millionen Euro. Hinter Deutschland kommen die Niederlande mit knapp 30 Millionen Euro.

Mit den umgerechnet 1,67 Milliarden Dollar werden die vereinten Europäer zum größten Einzelspender und würden selbst die USA hinter sich lassen, die mit 1,15 Milliarden Dollar die mit Abstand größte Spende eines einzelnen Landes zugesagt hatten. Etwa ein Drittel des EU-Geldes kommt aus dem Topf der Europäischen Kommission. «Es geht bei den Spenden der einzelnen Länder nicht um einen Wettbewerb», sagte Lady Ashton auf die Frage, od der deutsche Anteil nicht zu gering sei. «Einige Länder haben wichtige Handelsbeziehungen in die Region, andere weniger. Aber das ist Europa, das sind nicht einzelne Länder. Und die Spendensumme repräsentiert das Beste von Europa.»

Die Europäer können nach Angaben der EU noch zusätzlich fast 650 Millionen Euro nach Haiti schicken, die bei privaten Spendern gesammelt wurden. Dabei kommt mit 195 Millionen der mit Abstand größte Teil aus Deutschland. In Relation zur Einwohnerzahl wird Deutschland aber zum Beispiel erneut von den Niederländern übertroffen, die 68 Millionen Euro sammelten. Jeder Deutsche gab damit im Schnitt gut 2,30 Euro, jeder Niederländer aber 4,12 Euro. Am großzügigsten zeigten sich aber die Luxemburger, die im Schnitt 9,12 Euro spendeten.

Bei dem Beben am 12. Januar waren mehr als 220 000 Menschen getötet worden, etwa 1,3 Millionen wurden vor Beginn der Regenzeit und der Hurrikansaison obdachlos.

Erdbeben / UN / Haiti / USA
31.03.2010 · 19:21 Uhr
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