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EU-Länder einigen sich auf Rettungsplan für Griechenland

Brüssel (dts) - In Brüssel haben sich gestern die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder auf einen Rettungsplan für Griechenland geeinigt. Demnach sollen Milliarden-Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Euro-Länder dem Mittelmeerland nur als letzte Möglichkeit gewährt werden. Insgesamt war von Hilfen in einem Umfang von 20 bis 23 Milliarden Euro die Rede. Dies wäre der Fall, wenn Griechenland nicht mehr genügend Kredite an den Kapitalmärkten bekommt. Die Euro-Länder müssten einstimmig feststellen, ob ein solcher Fall eingetreten ist. Bereits im April und Mai müssen die Griechen voraussichtlich etwa 20 Milliarden Euro an Schulden neu finanzieren. Gelingt dies nicht, ist das Land pleite. Deutschland, das derzeit mit knapp 19 Prozent am Europäischen Zentralbank-Kapital beteiligt ist, müsste dabei voraussichtlich die höchste Summe beisteuern. Nun erwarten die Euro-Länder, dass sich die Finanzmärkte wieder beruhigen. "Die Spekulanten wissen jetzt, dass Griechenland nicht alleine gelassen wird", sagte der Vorsitzende der Eurogruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou betonte erneut, dass sein Land alleine aus der Krise herauskommen wolle. Das Land hat Schulden von rund 300 Milliarden Euro und ein Staatsdefizit, das fast vier Mal höher als erlaubt ist.
Belgien / EU / Griechenland / Weltpolitik / Finanzindustrie / Wirtschaftskrise
26.03.2010 · 08:25 Uhr
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