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EU kritisiert russisches Einfuhrverbot für Gemüse

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission hat das russische Einfuhrverbot für Gemüse aus der Europäischen Union als «unverhältnismäßig» kritisiert.

«Wir verlangen von Russland eine Erklärung», sagte der Sprecher von EU-Gesundheitskommissar John Dalli am Donnerstag auf Anfrage in Brüssel. Man stehe mit den russischen Behörden in engem Kontakt. Russland hatte wegen des Darmkeims EHEC das Importverbot für frisches Gemüse auf alle 27 EU-Länder ausgeweitet.

Die Entscheidung Moskaus stößt in Brüssel auf Unverständnis, weil die EU erst am Vorabend nach neuen Testergebnissen die europaweite Warnung vor spanischen Gurken aufgehoben hatte. Der Warnhinweis im europäischen Schnellwarnsystem wurde entfernt, weil das spanische Gemüse nachweislich nicht verantwortlich für den Ausbruch von EHEC sei.

Der EU-Sprecher forderte Deutschland auf, alles daran zu setzen, um die Infektionsquelle für die Seuche rasch zu finden. «Die Behörden müssen mit Hochdruck danach suchen. Das wäre eine Erleichterung für ganz Europa und für alle Verbraucher», sagte der Sprecher.

Auch Belgiens Landwirtschaftsministerin Sabine Laruelle warnte andere Länder vor überzogenen Maßnahmen. «Es gibt überhaupt keinen Grund, alle Gemüse aus Europa unter Generalverdacht zu stellen», sagte sie der belgischen Nachrichtenagentur Belga.

Gesundheit / Infektionen
02.06.2011 · 14:55 Uhr
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