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EU-Kommissarin: Bevölkerung hat große Angst vor Strahlen

Tokio (dpa) - Die Menschen in der Katastrophenregion in Japan brauchen nach Angaben der EU-Kommissarin für Humanitäre Hilfe mehr Informationen über die Strahlenbelastung.

«Die lokale Bevölkerung ist sehr besorgt über die radioaktive Belastung», sagte Kristalina Georgiewa am Samstag nach einem Besuch in der Krisenregion der Nachrichtenagentur dpa.

Zwar würden die japanischen Behörden Messungen vornehmen und Informationen bereitstellen. Doch wollten viele Menschen noch genauer wissen, wie es speziell in ihrer jeweiligen Gegend konkret aussieht, sagte die EU-Kommissarin auf dem Weg zurück von einem Notlager in der Stadt Kita-Ibaraki in der Unglücksprovinz Ibaraki. Die Untersuchungsergebnisse nach dem Atomunfall in Fukushima würden über das Internet verbreitet. Wichtig seien aber nicht nur mehr Messgeräte, sondern Strahlenwerte in Echtzeit für die einzelnen Orte, sagte Georgiewa.

Studenten japanischer Universitäten, die als freiwillige Helfer vor Ort seien, bemühen sich nach ihren Informationen, den Menschen in den jeweiligen Regionen Ergebnisse der Strahlenmessungen leicht verständlich mitzuteilen.

Die Sorge sei auch in den nicht unmittelbar betroffenen umliegenden Regionen groß. Vor allem Mütter seien verängstigt. Viele Menschen in den Nachbarregionen fühlten sich wegen der Berichte über verstrahltes Gemüse «stigmatisiert», obwohl viele ihrer Erzeugnisse überhaupt nicht belastet seien, sagte die EU-Kommissarin. Auch bei ihrem eigenen Aufenthalt in der Region hätten die gemessenen Daten deutlich unter den Grenzwerten gelegen.

Erdbeben / Atom / Japan
26.03.2011 · 13:06 Uhr
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