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EU-Kommissar warnt vor Bankenkrise

Olli Rehn plädiert für eine bessere Kapitalausstattung der Banken. (Archivbild)Großansicht

Berlin (dpa) - Nach dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hat auch die Brüsseler EU-Kommission eindringlich vor einer neuen Bankenkrise in Europa gewarnt.

Der zuständige EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte der Zeitung «Die Welt»: «Die derzeitige Krise ist eine ernsthafte Kombination aus einer Staatsschuldenkrise und Schwächen im Bankenbereich. Wir können das eine nicht ohne das andere lösen - wir müssen beides lösen.» Nötig sei «eine stärkere Rekapitalisierung der Banken, um das Risiko einer Kreditklemme zu reduzieren und damit eine weitere Eintrübung der Konjunktur, wie sich gerade in Europa und in den USA zeigt, zu verhindern».

Der Brüsseler Währungskommissar kündigte an, dass sich die EU-Finanzminister bei ihrem nächsten Treffen in Luxemburg in einer Woche mit einem gemeinsamen europäischen Plan zur besseren Kapitalausstattung der Banken beschäftigen werden.

Das hoch verschuldete Griechenland forderte Rehn auf, die getroffenen Vereinbarungen umzusetzen, um die nächste Milliarden-Tranche von den Europäern und dem IWF zu erhalten. Zugleich warnte er vor einer Insolvenz des Landes: «Eine ungeordnete Insolvenz würde in Griechenland einen schmerzhaften wirtschaftlichen und sozialen Schaden anrichten.» Ein solcher Schritt würde aber auch gravierende politische und wirtschaftliche Folgen für Europa haben. «Eine Ansteckung würde schwer einzudämmen sein. Deutschlands Reichtum stützt sich auf einem stabilen Euro und auf stabile Partner.»

EU / Finanzen
26.09.2011 · 08:24 Uhr
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