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EU-Gipfel endet ohne konkrete Ergebnisse

Brüssel (dts) - Der EU-Gipfel ist am späten Sonntagabend wie erwartet ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Greifbare Entscheidungen soll es erst beim nächsten Treffen der europäischen Staatenlenker am kommenden Mittwoch geben. Bislang gibt es noch keine schlussendliche Einigung über das Gesamtpaket zur Euro-Rettung.

Dieses soll einerseits den Zusammenbruch des krisengeschüttelten Griechenlands verhindern, andererseits Risiko-Staaten wie Italien und Spanien aus dem Fokus der Finanzmärkte nehmen. Um die hellenische Schuldenlast zu verringern, sollen nun verschiedene Geldhäuser auf einen Teil ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten. Erst im Juli hatten die Banken einem Forderungsverzicht in Höhe von 21 Prozent zugestimmt. Dieser reicht nun nicht mehr aus, da sich die griechische Wirtschaft in den vergangenen Monaten nicht erholt hat. Dem Vernehmen nach forderte die EU die Banken dazu auf, auf bis zu 60 Prozent ihrer Forderungen freiwillig zu verzichten. Die Geldhäuser sind hingegen bislang lediglich dazu bereit, 40 Prozent ihrer Forderungen gegenüber Griechenland abzuschreiben. Die Banken können zu einem Forderungsverzicht nicht gezwungen werden, da die Ratingagenturen dies als Zahlungsausfall Griechenlands werten würden. Auch hinsichtlich der sogenannten Hebelung der finanziellen Mittel des Euro-Rettungsschirms EFSF gibt es bislang noch keine endgültige Entscheidung. Über zwei Modelle wird in Brüssel in den kommenden Tagen diskutiert werden, ehe am Mittwoch ein Gesamtpaket gegen die Krise vorgestellt werden könne, erklärte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Sonntag.
DEU / Weltpolitik / Wirtschaftskrise / Finanzindustrie
24.10.2011 · 00:24 Uhr
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