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EU fordert nach Bankenstresstest Konsequenzen

Brüssel (dts) - Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des europäischen Banken-Tests hat die EU-Kommission von einigen Instituten Konsequenzen gefordert. So sollen die acht durchgefallenen Banken und die Geldinstitute, die schlecht abgeschnitten haben, ihr Eigenkapital stärken, erklärten EU-Währungskommissar Olli Rehn und EU-Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier. Zunächst sollten dabei die Institute eigenständig Lösungen finden, falls diese nicht ausreichend seien, müsse der Staat mit Finanzhilfen einspringen.

Unterdessen hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die Stresstests begrüßt, allerdings auch weitergehende Schritte gefordert. So müssten die Schwächen bei Banken, die knapp bestanden hätten, auch aufgegriffen werden. Dabei sei es wichtig, die Kapitalpolster zu vergrößern, erklärte der IWF. Der Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) hatte ergeben, dass acht von 90 auf Krisenfestigkeit untersuchten Banken nicht die erforderliche Stabilität aufweisen, um in finanziellen Krisenzeiten zu bestehen. Dabei handelt es sich um fünf Finanzinstitute aus Spanien, zwei griechische Banken und eine Bank aus Österreich. 16 weitere europäische Geldinstitute bestanden den Stresstest nur knapp. In Deutschland nahmen 13 Banken teil, wovon zwölf den Test bestanden hatten. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) untersagte die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse. Hintergrund ist ein Streit um die Testkriterien.
Belgien / EU / Finanzindustrie / Wirtschaftskrise
16.07.2011 · 08:37 Uhr
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