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EU-Finanzminister wollen Hedgefonds bremsen

Brüssel (dts) - Die Finanzminister der Europäischen Union haben sich im Kern auf ihre Position bezüglich hochspekulativer Hedgefonds geeinigt. In Brüssel kamen die Minister zu dem Ergebnis, die risikoreichen Anlagen und deren Spekulanten einbremsen zu wollen. Demnach sollen sich Fondsmanager in Zukunft registrieren lassen. Darüberhinaus müssen einerseits die Strategien als auch die Risiken von geplanten Anlagen transparent gemacht werden. Die spanische Finanzministerin und Ratspräsidentin der EU, Elena Salgado, gab die Einigung für eine gemeinsame Ausrichtung für die Verhandlungen mit dem Europaparlament bekannt, welche die Präsidentschaft nun aufnehmen könne. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zeigte sich derweil zufrieden mit dem Ergebnis der zähen Verhandlungen. Da es bisher keinerlei Richtlinien für Hedgefonds gab, freute sich der CDU-Politiker über die Schließung dieser Regulierungslücke. Gegenwind gab es zuvor aus Großbritannien, das durch Regulierungen der Hedgefonds Nachteile für den britischen Finanzmarkt befürchtet. Schäuble betonte jedoch, dass die EU eine Gemeinschaft sei, "und da gibt es auch Entscheidungen gegen ein einzelnes Mitgliedsland." Dies könne jeden treffen, fügte der Bundesfinanzminister an und glaubte zudem, "dass Großbritannien das auch einsieht". Der Großteil der EU-Hedgefonds ist in London angesiedelt.
Belgien / Wirtschaftskrise / Finanzindustrie
18.05.2010 · 22:42 Uhr
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