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EU-Experten: EHEC-Vermeidung beginnt vor der Ernte

Parma (dpa) - Schon vor der Gemüseernte kann einiges getan werden, um eine mögliche Verseuchung mit EHEC-Erregern zu verringern. Und die letzten Schritte gegen eine Infektion mit dem Erreger sind dann bei der Verarbeitung in der Küche notwendig.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im norditalienischen Parma hat auf die Bitte der Europäischen Kommission in Brüssel hin solche Ratschläge zusammengestellt und am Donnerstag veröffentlicht. Zentraler Punkt ist auf allen Etappen, die das Gemüse nimmt: die Hygiene.

Gute landwirtschaftliche Praxis bedeute, Tiere auf dem Bauernhof von der direkten Umgebung des frischen Gemüses fernzuhalten. Auch die Herkunft und der Einsatz von Dünger sollten kontrolliert werden, hält die EFSA fest. Bei der Bewässerung und Verarbeitung müsse die Qualität des Wassers sichergestellt sein. Die Gemüsehändler sollten ein Grundwissen über die nötige Hygiene im Umgang mit Waren haben.

Nach einer EHEC-Verseuchung sei eine wirksame Beseitigung des Erregers allein durch bakterielle Behandlung wie Erhitzen möglich, so die EU-Behörde. Händewaschen vor und nach der Küchenarbeit und das Waschen von allem von Obst und Gemüse gelten für Gastronomen wie auch für private Köche. Obst und Gemüse sollten bei niedrigen Temperaturen gelagert werden. Sie zu schälen und zu kochen trage auch dazu bei, Keime zu entfernen, betonen die Experten.

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Gesundheit / Infektionen / EU
09.06.2011 · 23:05 Uhr
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