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EU entscheidet sich gegen finanzielle Hilfen für Griechenland

Brüssel (dts) - Die Länder der Europäischen Union haben sich heute auf einem Sondergipfel in Brüssel gegen eine finanzielle Unterstützung für das wirtschaftlich angeschlagene Griechenland entschieden. Zunächst solle das Land versuchen, aus eigener Kraft aus der Schuldenkrise zu kommen. Die EU-Staatschefs verlangen dafür einen härteren Sparkurs Griechenlands, damit das Staatsdefizit um mindestens vier Prozent gesenkt werde. Sollte den Griechen eine Rettung aus eigener Kraft nicht gelingen, seien die anderen Euro-Staaten jedoch bereit "entschlossen und koordiniert" zu handeln, so EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy. Wie eine konkrete Hilfe in diesem Fall aber aussehen sollte, blieb unbestimmt. FDP-Chef Guido Westerwelle, dessen Partei sich im Vorfeld der Verhandlungen gegen Unterstützungszahlungen ausgesprochen hatte, bezeichnete die Gipfelzusagen als "sehr klug". Bundeskanzlerin Angela Merkel bestärkte ihr Vertrauen darauf, dass das griechische Sanierungsprogramm greifen werde. Bei einem Scheitern werden die Hauptlasten Experten zufolge wohl auf Deutschland und Frankreich fallen, da die anderen möglichen Geldgeber, Italien und Spanien, selbst hohe Schulden hätten.
Belgien / EU / Griechenland
11.02.2010 · 23:47 Uhr
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