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EU bemängelt zusätzliche Milliarden-Beihilfe an WestLB

Brüssel (dts) - Nach Ansicht der Europäischen Union hat die WestLB bei der Ausgliederung ihrer Abwicklungsbank eine zusätzliche Beihilfe von 3,4 Milliarden Euro vom Staat kassiert. Das berichtet das Magazin "Der Spiegel". Die EU-Kommission wirft der Düsseldorfer Bank vor, dass diese bei der Übertragung der Vermögenswerte in Höhe von 77 Milliarden Euro auf die sogenannte Bad Bank zu hohe Buchwerte angesetzt hat.

Im bisher geheimen Gutachten des spanischen EU-Wettbewerbkommissars Joaquín Almunia wird unter anderem moniert, dass die Anleihen der Staaten der Euro-Krise 2010 (PIIGS) Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien von den Bankiers nicht genug abgewertet worden seien. Der tatsächliche Wert der PIIGS-Anleihen mit einem Nennwert von zehn Milliarden Euro sei am Stichtag 30. April rund 400 Millionen Euro niedriger gewesen. Auch bei der Auslagerung von Kreditgeschäften kalkuliert die EU-Kommission mit einer Milliarde Euro höheren Abschlägen als die WestLB. Die EU-Kommission sei fünfmal so streng vorgegangen wie bei ihren europäischen Stresstests für die Banken im Sommer, heißt es bei der WestLB. Vergangene Woche waren die Fusionsverhandlungen mit der BayernLB gescheitert, da die vereinigten Kreditinstitute nach Ansicht der Bayern keine Mindestrentabilität von zehn Prozent hätten erreichen können, berichtet "Der Spiegel".
DEU / Europa / Wirtschaftskrise / Finanzindustrie
06.11.2010 · 12:31 Uhr
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