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Etwa jeder Sechste bricht Bundesfreiwilligendienst ab

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Berlin (dpa) - Die Bereitschaft zu freiwilligem Engagement ist groß - doch etwa jeder Sechste bricht den Bundesfreiwilligendienst wieder ab. Die Abbrecherquote betrage aktuell 15,2 Prozent, sagte eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums den Dortmunder «Ruhr Nachrichten» (Samstag).

6750 Vereinbarungen seien vorzeitig beendet oder gekündigt worden, so die Sprecherin. Warum und zu welchem Zeitpunkt das Engagement beendet wurde, ist nicht erfasst.

Der Bundesbeauftragte für die Freiwilligendienste, Jens Kreuter, sagte der Zeitung, die aktuelle Abbrecherzahl sei «erfreulich niedrig». Die Rückmeldungen aus der Praxis der Einrichtungen auch zur Abbrecherquote seien ausgesprochen positiv. Im Jahresdurchschnitt werde es ziemlich genau 35 000 «Bufdis» geben - die Finanzierung ist für genauso viele Plätze gesichert.

Der Bundesfreiwilligendienst wurde zum 1. Juli 2011 als Ersatz für den zusammen mit der Wehrpflicht weggefallenen Zivildienst geschaffen. Anfang Mai waren nach Angaben des Ministeriums 32 671 sogenannte Bufdis im Dienst. «Wir haben den Zivildienst praktisch komplett kompensiert. Das ist eine gesellschaftspolitische Sensation», betonte die Sprecherin.

Im März hatte der Vorsitzende des Bundestags-Unterausschusses für bürgerschaftliches Engagement, Markus Grübel, eine Abbrecherquote von rund 10 Prozent genannt, für den freiwilligen Wehrdienst nannte er damals eine Abbrecherquote von 27 Prozent.

Soziales / Freiwilligendienst
05.05.2012 · 14:16 Uhr
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