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Etikettenschwindel: Kaum noch echtes Normalbenzin an deutschen Tankstellen

Bonn (dts) - An deutschen Tankstellen wird angeblich tatsächlich so gut wie kein Normalbenzin mehr verkauft. Das sagte der Geschäftsführer des Zentralverbandes des Tankstellengewerbes, Jürgen Ziegner, der "Neuen Rhein Zeitung" in der morgen erscheinenden Ausgabe. "An den allermeisten Tankstellen läuft Super durch die Normal-Säulen", so Ziegner. Der Anteil des Normalbenzins am Gesamtabsatz von Ottokraftstoffen sei hierzulande auf unter fünf Prozent gefallen. Ziegner prognostizierte, dass im "Laufe des nächsten Jahres die Zeit von Normal endgültig vorbei" sei. Das Aus für das Normalbenzin hatte im November 2007 der deutsche Marktführer Aral eingeleitet, als er den Preisunterschied bei Benzin und Super aufgehoben hatte. Zahlen des Mineralölwirtschaftsverbandes belegen, wie schnell sich der Absatz von Normalbenzin in Deutschland seither verflüchtigt hat. Hatte Normalbenzin im August 2007 noch einen Anteil von 26 Prozent am gesamten Ottokraftstoff-Absatz, so ist er bis August dieses Jahres auf etwa 4,6 Prozent abgesunken. Der ADAC hatte moniert, dass rund acht Millionen Autos, denen Normalbenzin genügen würde, künftig mit dem bis dahin teureren Super betankt werden müssten. Der Automobilclub AvD hatte außerdem befürchtet, dass Normalbenzin ganz abgeschafft werden solle. Aral hatte indes beteuert, der Kunde werde auch künftig die Wahl haben.
DEU / Straßenverkehr
29.09.2009 · 18:41 Uhr
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