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Ernst: «Gabriel hat Gauck verheizt»

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Berlin (dpa) - Nach der Bundespräsidentenwahl geht der Streit zwischen der SPD und der Linkspartei weiter. Der Linke-Vorsitzende Klaus Ernst sagte am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin», SPD-Chef Sigmar Gabriel habe den rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck «verheizt».

Das erste Gespräch habe die SPD erst während der Wahl gesucht, kritisierte Ernst. Bei einer Ausgrenzung der Linken gebe es aber keine Mehrheit für rot-grüne Projekte.

«Wir werden den Kakao, durch den man uns zieht, nicht auch noch trinken», sagte Ernst. Gauck vertrete zudem «diametral» andere Positionen als die Linke. «So jemanden wähle ich nicht.»

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, sagte im Deutschlandfunk, er sei «sehr enttäuscht» von der Linken. «Sie ist Gefangene ihrer eigenen Vergangenheit und ihrer Ideologie. Sie hat eine riesige Chance versäumt und ist demaskiert worden.»

Im rbb-Inforadio wertete Oppermann die Wahl von Christian Wulff erst im dritten Wahlgang als Zeichen der Schwäche der Koalition. Merkel habe von ihrer Partei und vom Koalitionspartner gezeigt bekommen, dass viele ihren Kurs nicht mitgehen. «Wie diese Regierung aus dieser Krise herauskommen will, wissen wir nicht.»

Bundespräsident
01.07.2010 · 10:18 Uhr
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