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Ermittlungen gegen Vater nach tödlichem Brand

Unglücksort in MagdeburgGroßansicht
Magdeburg (dpa) - Nach einem Wohnungsbrand, bei dem ein 20 Monate alter Junge und seine fünfjährige Schwester in Magdeburg ums Leben kamen, hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Vater eingeleitet. Das Mädchen erlag am Donnerstag seinen schweren Rauchgasvergiftungen.

Es bestehe der Verdacht, dass der 37-Jährige seine Fürsorge- und Erziehungspflicht verletzt und sich in der Folge auch der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht habe, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. «Er war der Letzte, der die Wohnung verlassen hat», sagte Behördensprecher Uwe Hornburg. Die Ermittler gehen davon aus, dass die fünfjährige Tochter den Brand verursacht hat. Die Zwillingsschwester des Jungen erlitt dabei eine schwere Rauchvergiftung.

Der Gesundheitszustand des Kindes wurde am Mittwoch als lebensgefährlich beschrieben. Die 34 Jahre alte Mutter, die vor dem Brand mit starken Bauchschmerzen in ein Krankenhaus gekommen war, treffe vermutlich keine Schuld an dem Unglück, sagte Hornburg. Weil später auch der Mann die Wohnung verließ, waren die Kinder zum Unglückszeitpunkt allein zu Hause. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Fünfjährige mit einem Feuerzeug das Bett in einem Kinderzimmer in Brand gesetzt hat. «Wir neigen dazu, zu vermuten, dass jemand mit einem Feuerzeug gespielt hat», sagte Hornburg.

Brände
06.08.2009 · 14:13 Uhr
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