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Erkundung in Gorleben wird wieder aufgenommen

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Hannover (dpa) - Auf der Suche nach einem Atomendlager beginnt heute nach zehn Jahren Unterbrechung wieder offiziell die Erkundung des Salzstocks Gorleben. Sie war im Jahr 2000 eingestellt worden, weil die damalige rot-grüne Bundesregierung die Endlagersuche auf andere Standorte ausweiten wollte.

Nun lässt die schwarz-gelbe Koalition den Salzstock trotz massiver Proteste wieder auf seine Eignung als Endlager für hoch radioaktiven Müll überprüfen. Die konkreten Arbeiten zur weiteren Erkundung des Salzgesteins werden aber erst später im Oktober starten. Atomkraftgegner wollen am Samstag mit Protesten im Wendland gegen die Erkundung demonstrieren.

Die Atomwirtschaft hat bisher rund 1,5 Milliarden Euro in die rund 30 Jahre andauernde Prüfung Gorlebens investiert und hält den Standort für geeignet. Umweltschützer warnen vor unkalkulierbaren Risiken. Um bei der Erkundung des Salzstocks rasch voranzukommen, sollen als letztes Mittel auch wieder Enteignungen möglich sein. Durch die geplanten durchschnittlich 12 Jahre längeren Atomlaufzeiten wird die Menge an hoch radioaktivem Müll laut Bundesamt für Strahlenschutz auf insgesamt 21 600 Tonnen steigen.

Atom / Gorleben
01.10.2010 · 06:59 Uhr
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