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Erfolglose Proteste auf HRE-Hauptversammlung

München (dts) - Der Bund hat ein Jahr nach der Rettung der Hypo Real Estate die letzten Aktionäre aus dem Unternehmen gedrängt und damit die erste Zwangsverstaatlichung einer Bank seit dem Zweiten Weltkrieg betrieben. Das Geldinstitut brauche offenbar eine weitere Kapitalspritze des Bundes in Höhe von sieben Milliarden Euro, um den Belastungen der kommenden Jahre widerstehen zu können, sagte HRE-Vorstandschef Axel Wieandt. "Wir empfinden das als eine kalte Enteignung", erwiderte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). "Es ist ein Skandal, dass ein demokratischer Staat wie ein Raubritter auftritt", so ein Aktionär. Die Versammlung ist mehrmals nach tumultartiger Szenen unterbrochen worden. Die Anleger erhalten für ihre Aktien eine Abfindung von 1,30 Euro je Aktie. Spekulanten erhoffen sich aber offenbar letztlich einen höheren Ertrag. An der Frankfurter Börse legte die HRE-Aktie heute um rund zwei Prozent zu und konnte für 1,50 Euro verkauft werden.
DEU / HRE / Verstaatlichung / Aktionäre
05.10.2009 · 21:54 Uhr
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