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Erdbebenopfer: «Sind auf uns alleingestellt»

Peking (dpa) - Das schwere Erdbeben in Nordwestchina mit etwa 300 Toten hat die Häuser im Gebiet von Jiegu in der Provinz Qinghai weitgehend zerstört. «Unsere Gemeinde ist fast dem Erdboden gleichgemacht worden», sagte der Funktionär Zha Xi von der Katastrophenzentrale der Präfektur Yushu.

In Jiegu hat die 250 000 Bewohner zählende tibetische Präfektur Yushu ihren Verwaltungssitz. Hilfe von außerhalb sei noch nicht eingetroffen, so Zha Xi in einem Telefongespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Peking.

«Gegenwärtig sind wir bei den Rettungsarbeiten auf uns alleingestellt», sagte der Beamte acht Stunden nach dem Beben. «Unsere Hauptaufgabe ist, verschüttete Menschen aus den Trümmern zu graben.» Die Straße zum nahe gelegenen Flughafen sei nach Erdrutschen blockiert. «Wir bemühen uns, den Weg von der Gemeinde zum Flughafen freizubekommen, weil es die einzige Möglichkeit ist, um Hilfsgüter hierher zu bekommen.»

Es gebe vor Ort auch nur einige hundert Soldaten. «Ihre Zahl ist begrenzt. Sie sind alle schon an vorderster Front der Bergungsarbeiten.» Ein Staudamm habe bedrohliche Risse gehabt, doch sei die Situation entschärft worden. «Das Wasser wurde komplett abgelassen, so dass jetzt keine Gefahr mehr herrscht.»

Gespräch: Andreas Landwehr, dpa

Erdbeben / China
14.04.2010 · 22:46 Uhr
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