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Erdbeben in Mexiko - Geringe Schäden, keine Toten

Schweres Erdbeben erschüttert MexikoGroßansicht

Mexiko-Stadt (dpa) - Hunderte beschädigte Gebäude und mindestens elf verletzte Menschen - das ist die Bilanz des schweren Erdbebens in Mexiko. Aber das Land kam glimpflich davon, Tote gab es nicht, sagte Innenminister Alejandro Poiré am Dienstagabend.

Das schwerste Beben seit mehr als 25 Jahren richtete vor allem materiellen Schaden an. Allein in der Hauptstadt müssen nach Angaben der Zeitung «La Jornada» 2000 Gebäude begutachtet werden. Der Erdstoß im Süden des Landes hatte nach Angaben der mexikanischen Erdbebenwarte eine Stärke von 7,8.

Noch am Mittwochmorgen bebte die Erde immer wieder. Nach dem ersten heftigen Erdstoß am Dienstagmittag gab es laut Erdbebenwarte etwa 50 Nachbeben mit Stärken bis zu 5.

Das Zentrum des Bebens lag im Bundesstaat Guerrero in der Nähe des Ortes Ometepec westlich von Acapulco. In Guerrero wurden nach Angaben von Gouverneur Ángel Aguirre vom Mittwoch 800 Häuser beschädigt. Einige seien eingestürzt. Auch im Nachbarbundesstaat Oaxaca kam es zu Schäden. Nach Angaben von Poiré wurden im Land auch Krankenhäuser und Schulen beschädigt, wie lokale Medien berichteten.

Mexiko-Stadt atmete nach dem Beben auf. Experten begannen am Mittwoch damit, die Schäden zu begutachten. Viele Menschen empfanden den Erdstoß als besonders stark und bedrohlich. Die Zeitungen titelten: «Der Bundesdistrikt hat 7.8 widerstanden.» Bürgermeister Marcelo Ebrard sagte am Dienstagabend, es seien keine größeren Schäden gemeldet worden. In einigen Gebäuden im Zentrum der Stadt klafften zentimeterdicke Mauerrisse. Eine Fußgängerbrücke stürzte ein und zertrümmerte einen Kleinbus. In dem Bus waren keine Passagiere, der Fahrer wurde verletzt.

Im ganzen Stadtgebiet der Millionenmetropole liefen die Menschen zu Tausenden auf die Straßen, Hochhäuser schwankten. Vor allem in den großen Einkaufszentren, in denen sich zum Zeitpunkt des Bebens um 12.00 Uhr Ortszeit Tausende Menschen aufhielten, herrschte vorrübergehend Panik, als die Menschen ins Freie stürmten.

Zeitweise war das Telefonnetz unterbrochen. Auch fiel in einigen Stadtteilen der Strom aus. Der internationale Flughafen funktionierte praktisch ununterbrochen. Einige Maschinen mussten beim Anflug warten, als nach dem Erdbeben die Landepiste untersucht wurde.

In Mexiko zittert häufig die Erde. Das Beben sei das stärkste seit der Katastrophe im Jahre 1985 gewesen, als die Hauptstadt von einem Beben der Stärke 8,1 erheblich zerstört wurde, sagte Innenminister Poiré. Damals starben nach offiziellen Angaben fast 10 000 Menschen.

Seit dem Katastrophenbeben hatte Mexiko die Auflagen für erdbebensicheres Bauen verstärkt. Dies sei mit ein Grund, warum das jüngste Beben so glimpflich ablief, hieß es von offizieller Seite. Das Beben vom Dienstag war schwächer und entfaltete weniger Zerstörungskraft, meinten Seismologen. Außerdem lag das Epizentrum in einer dünn besiedelten Bergregion.

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USGS-Erdbebenwarte
Erdbeben / Mexiko
21.03.2012 · 17:18 Uhr
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