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EPA-Journalist in Kairo verletzt

Kairo (dpa) - Mutmaßliche Anhänger des Mubarak-Regimes sind am Mittwoch auch gegen Journalisten vorgegangen. Nach Angaben von Augenzeugen wurde eine ausländische Journalistin von mehreren Männern geschlagen.

Anwohner retteten die Frau, indem sie sie in eine Nebenstraße zogen und dort beschützten. Mohammed Omar, ein Fotograf der European Pressphoto Agency (EPA), wurde während der Auseinandersetzungen, die er am Ägyptischen Museum fotografierte, attackiert und am Kopf verletzt. Nach Angaben von Kollegen nahmen ihn anschließend Soldaten in Gewahrsam.

Erste Informationen, wonach eine ZDF-Journalistin verhaftet wurde, bestätigten sich nicht. Ein ZDF-Sprecher berichtete am Abend, ein ZDF-Team und ein für US-Medien tätiges Team seien nach der Rückkehr aus Alexandria in Kairo kontrolliert worden. Während das Auto des ZDF-Teams die Kontrolle unbeanstandet habe passieren können, sei das andere Team festgesetzt worden. In dessen Wagen habe sich auch ZDF-Equipment befunden.

Die Teams von ARD-Fernsehen und -Hörfunk räumten am Nachmittag ihre Büros in der Nähe des Gebäudes des ägyptischen Fernsehens, nachdem eine Gruppe von Schlägern versucht hatte, das im gleichen Gebäude befindliche Studio des Nachrichtensenders Al-Arabija zu stürmen.

Unterdessen hat die ägyptische Polizei am Mittwoch in Kairo einen von einer Straßenbande verschleppten türkischen Journalisten befreit. Der Mitarbeiter des Senders Fox und sein Fahrer seien bei Aufnahmen im zentral gelegenen Stadtviertel Bolak von mit Knüppeln und Messern bewaffneten Männern gekidnappt worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Er hatte noch einen telefonischen Hilferuf absetzen können.

Unruhen / Regierung / Medien / Ägypten
02.02.2011 · 20:22 Uhr
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