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Eon-Chef: Kosten nicht nur Konzernen aufbürden

Düsseldorf (dpa) - Eon-Chef Johannes Teyssen fordert die Bundesregierung auf, die Kosten des Atomausstiegs nicht nur den Energiekonzernen aufzubürden.

«Den vollständigen Umbau des Energiesystems gibt es nicht zum Nulltarif. Und es ist die gesamte Gesellschaft, die die Folgen und Kosten tragen muss», schreibt er in einem Gastbeitrag für das «Handelsblatt» (Mittwoch). «Deutschland geht jetzt den Weg des politisch Wünschenswerten - weitgehend unabhängig davon, was sicherheitstechnisch geboten oder energiewirtschaftlich sinnvoll ist.»

Die Kernkraftwerksbetreiber würden durch die Pläne der Bundesregierung deutlich schlechter gestellt als durch den Ausstiegskompromiss der rot-grünen Bundesregierung von 2002. «Ohne finanziellen Ausgleich wäre das ein einseitiger und ungerechtfertigter Eingriff in das Vermögen unserer Aktionäre», schreibt Teyssen.

Allein durch die sofortige Stilllegung der älteren Meiler entstünden den Eigentümern außerordentliche Aufwendungen in Milliardenhöhe. Die fehlenden Entschädigungsregelungen in der Atomgesetznovelle und das Festhalten an der Brennelementesteuer seien «weder gerechtfertigt noch nachvollziehbar». «Allein aus aktienrechtlichen Gründen müssen wir im Interesse aller Aktionäre gegebenenfalls auch auf dem Rechtsweg den gebotenen Ausgleich geltend machen», so Teyssen.

Atom / Energie
08.06.2011 · 08:19 Uhr
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