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EM-Verlegung wäre für Bundesregierung «keine Lösung»

Berlin (dpa) - Eine Verlegung der EM-Fußballspiele aus der Ukraine ins Mit-Gastgeberland Polen oder in ein anderes Land wäre aus Sicht der Bundesregierung nicht sinnvoll.

Regierungssprecher Steffen Seibert schrieb am Donnerstagabend im Kurznachrichtendienst Twitter: «Der UKR die Spiele wegzunehmen, ist keine Lösung.» Überdies wäre dies Sache der UEFA, die sich schon entsprechend geäußert habe. Der europäische Fußballverband hatte einer Verlegung eine klare Absage erteilt.

Die Entscheidung, ob deutsche Regierungsmitglieder Spiele in der Ukraine boykottieren, hängt auch von der weiteren Entwicklung ab, wie Seibert deutlich machte. Mit Blick auf die erkrankte inhaftierte Ex- Regierungschefin Julia Timoschenko twitterte er: «Das wichtigste ist erst mal Hilfe für Frau Timoschenko, Reisepläne klären sich später und je nach Entwicklung in UKR». Seibert bekräftigte die Sorge, dass das «Strafrecht gegen Timoschenko und andere missbraucht wird, um Opposition zu behindern».

Der Regierungssprecher antwortete am Donnerstagabend in einem zweiten Live-«Twitterview» auf Fragen von Internetnutzern.

Justiz / Timoschenko / Fußball / EM / Ukraine
03.05.2012 · 21:57 Uhr
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