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Elfenbeinküste: Westafrikanische Staatschefs sollen Gbagbo zum Machtverzicht bewegen

Abidjan (dts) - Im Machtkampf um das Präsidentenamt in der Elfenbeinküste soll der Druck auf den bisherigen Regierungschef Laurent Gbagbo weiter erhöht werden. Die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS sendet am Dienstag eine Delegation, bestehend aus den Staatschefs von Benin, Sierra Leone und den Kapverdischen Inseln, in das Land. Die drei Politiker Boni Yayi (Benin), Ernest Koroma (Sierra Leone) und Pedro Pires (Kap Verde) gelten als Vertraute von Gbagbo.

Sie sollen in der Krise vermitteln und den bisherigen Präsidenten dazu bewegen, die Macht an den Wahlsieger Alassane Ouattara abzugeben. Unterdessen ernannte die Afrikanische Union (AU) mit dem kenianischen Ministerpräsidenten Raila Odinga einen eigenen Vermittler. Odinga will nach eigener Aussage jedoch zunächst den Verlauf der Gespräche zwischen den ECOWAS-Vertretern und Gbagbo abwarten. Gbagbo unterlag bei den Präsidentschaftswahlen Ende November seinem Herausforderer Ouattara, ließ sich aber dennoch als Staatschef vereidigen. Internationale Politiker und die Wahlkommission des Landes erkennen den Sieg des Oppositionskandidaten Ouattara an, während der Verfassungsrat der Elfenbeinküste Gbagbo zum Sieger erklärte. Die Anhänger von Gbagbo und Ouattara hatten sich bereits im Laufe des Wahlkampfs heftige gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert. Seit dem Wahlgang und der Verkündigung des Wahlergebnisses gibt es immer wieder Ausschreitungen. Tausende Menschen sind inzwischen aus dem Land geflohen.
Elfenbeinküste / Wahlen / Weltpolitik
28.12.2010 · 11:08 Uhr
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