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Elfenbeinküste: Das Morden geht weiter

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Nairobi/Abidjan (dpa) - Fast zwei Monate nach Beendigung des blutigen Machtkonflikts in der Elfenbeinküste wird in dem Land nach Erkenntnissen von Menschenrechtlern weiter gemordet und gefoltert.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wirft den Sicherheitskräften von Präsident Alassane Ouattara Vergeltungsaktionen gegen wirkliche oder vermeintliche Anhänger des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo vor. Seit der Machtübernahme der Ouattara-Truppen Mitte April seien mindestens 149 Menschen getötet worden, heißt es in einem Bericht der Organisation.

«Die Hoffnungen auf einen Neubeginn unter Ouattara werden schnell schwinden, wenn das brutale Vorgehen gegen Gbagbo-Gefolgsleute nicht sofort gestoppt wird», warnte Corinne Dufka, Westafrika-Expertin bei HRW. Ende April und Anfang Mai hätten Ouattaras Truppen bei Einsätzen in noch umkämpften Stadtteilen der Hafenstadt Abidjan mindestens 95 unbewaffnete Menschen erschossen. Meist habe es sich um regelrechte Hinrichtungen von Jugendlichen gehandelt. Die Opfer gehörten ethnischen Gruppen an, denen Sympathien für Gbagbo unterstellt wurden.

Am Freitag sollte die erste Kabinettssitzung der neuen Regierung stattfinden, in die Ouattara auch Mitglieder von Gbagbos Partei eingeladen hatte. Gbagbo hatte sich im vergangenen November nach den Präsidentenwahlen geweigert, den Wahlsieg Ouattaras anzuerkennen. In dem monatelangen Konflikt wurden nach UN-Schätzungen mindestens 3000 Menschen getötet.

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Konflikte / Menschenrechte / Elfenbeinküste
03.06.2011 · 10:32 Uhr
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