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Elfenbeinküste: Armeechef von Gbagbo sucht Zuflucht bei Diplomaten

Yamoussoukro (dts) - Der Armeechef des ehemaligen Präsidenten Laurent Gbagbo hat am Donnerstag Zuflucht im Haus des südafrikanischen Botschafters gesucht. Wie das südafrikanische Außenministerium am Donnerstag mitteilte, wurde der Befehlshaber von seiner Familie begleitet. Unterdessen haben die Anhänger des im November gewählten und von den Vereinten Nationen (UN) anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara weitere Teile des Landes erobert.

Medienberichten zufolge wurden seit Beginn der Offensive am Montag die Hauptstadt Yamoussoukro und der wichtige Exporthafen San Pedro durch die Ouattara-Anhänger eingenommen. Die Kämpfer des gewählten Präsidenten sollen nun die Außenbezirke des Wirtschaftszentrums und Regierungssitzes Abidjan erreicht haben, welches das letzte unter der Kontrolle von Gbagbo stehende Gebiet ist. Außerdem hat der UN-Sicherheitsrat am Mittwoch Sanktionen gegen Gbagbo beschlossen, welcher sich seit seiner Wahlniederlage bei den Präsidentschaftswahlen weigert, sein Amt zur Verfügung zu stellen. Seit Beginn der Krise im Dezember sind mindestens 473 Menschen getötet worden, etwa eine Million Menschen befindet sich auf der Flucht.
Elfenbeinküste / Militär / Gewalt
31.03.2011 · 15:47 Uhr
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