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Elf Festnahmen wegen Terrorgefahr in Belgien

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Brüssel (dpa) - In Deutschland, Belgien und den Niederlanden sind am Dienstag elf Terrorverdächtige festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, einen Anschlag in Belgien geplant zu haben.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin sagte, die grenzübergreifende Polizeiaktion habe nichts mit den Terrorwarnungen in Deutschland zu tun.

Nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft gehörten sie einer islamistischen Gruppe an, die auch junge Leute für den «Heiligen Krieg» rekrutierte, um für ein von Russland unabhängiges Tschetschenien zu kämpfen.

Ein 31 Jahre alter Mann wurde nach Angaben des Bundeskriminalamtes im Rahmen der Rechtshilfe für die belgischen Behörden in der Nähe von Aachen festgenommen. Drei weitere Männer wurden im niederländischen Amsterdam festgenommen, die übrigen Verdächtigen in der belgischen Stadt Antwerpen.

Drei von ihnen gehören nach Angaben der Staatsanwaltschaft der islamistischen Organisation «Sharia4Belgium» an. Das flämische Fernsehen zeigte schwer bewaffnete Sondereinheiten der Polizei im Einsatz. Ein gefesselter junger Mann trug, als er in einen Polizeiwagen geleitet wurde, eine Augenbinde.

Die Festgenommenen mit belgischer, niederländischer, marokkanischer und russischer Staatsangehörigkeit hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch kein Anschlagsziel in Belgien festgelegt. Die Ermittlungen hatten bereits Ende 2009 begonnen, als die Polizei Informationen über Anschlagspläne eines jungen Marokkaners erhielt. Bei den Ermittlungen hätten sich dann Hinweise auf ein Netz von «Dschihadisten» ergeben.

Terrorismus / Belgien
23.11.2010 · 17:21 Uhr
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