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Elf Air-France-Opfer identifiziert

Wrackteil geborgenGroßansicht
Sao Paulo (dpa) - Drei Wochen nach dem Absturz einer Air-France- Maschine über dem Atlantik sind die ersten elf Opfer identifiziert. Es handele sich um fünf Frauen und fünf Männer aus Brasilien sowie einen Ausländer, teilte die Gerichtsmedizin in der Hafenstadt Recife am Sonntag mit.

Unterdessen fiel ein bolivianischer Fernsehsender auf einen makabren Scherz herein und zeigte angebliche Fotos aus der Absturzmaschine, bei denen es sich in Wirklichkeit um Ausschnitte einer Fernsehserie handelte.

Die elf Leichen konnten anhand der Fingerabdrücke und Gebisse identifiziert werden, hieß es. Insgesamt wurden bisher 50 Opfer gefunden. Die Flugschreiber, die wichtig für die Ermittlung der Absturzursache sind, wurden bisher nicht entdeckt. Die Überreste der Maschine werden in 1000 bis 4600 Metern Tiefe in gebirgigem Gelände vermutet. Der Airbus A330 war am 1. Juni vor der Küste Brasiliens mit 228 Menschen an Bord abgestürzt. Er war von Rio nach Paris unterwegs. Unter den Toten sind 28 Deutsche.

Der bolivianische Fernsehsender «PAT» hatte vergangene Woche in dramatischer Aufmachung Fotos gezeigt, die angeblich während des Absturzes der Air France-Maschine von einem Passagier aufgenommen worden sein sollten. Auf den Bildern sind Menschen mit Sauerstoffmasken vor den Gesichtern und ein Erwachsener zu sehen, der durch ein Riesenloch im Flugzeug ins Freie gerissen wird.

Allerdings handelte es sich in Wirklichkeit um Ausschnitte aus der Fernsehserie «Lost», die dem Sender anonym zugeschickt worden waren. Die Nachrichtensprecherin behauptete, die Fotos stammten aus einer nach dem Absturz von der brasilianischen Marine geborgenen Kamera eines Passagiers. Ein Mitschnitt der Nachrichtensendung ist im Internet beim Video-Portal YouTube zu sehen.

Luftverkehr / Unfälle / Brasilien / Frankreich
22.06.2009 · 15:28 Uhr
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