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EKD-Ratsvorsitzender Schneider verurteilt Anschlag auf koptische Christen in Ägypten

Berlin (dts) - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, hat die Anschläge auf koptische Christen in Ägypten scharf verurteilt. Die Lage von Christinnen und Christen im Nahen Osten sei besorgniserregend, sagte Schneider der "Frankfurter Rundschau" (Dienstagausgabe). "Es ist leider so, dass Christen dort um ihr Leben fürchten müssen."

Die staatlichen Autoritäten in Ägypten forderte Schneider auf, nun ernsthaft etwas zu ihrem Schutz zu tun. "In Ägypten ist das Problem in der Vergangenheit nicht ernst genug genommen worden." Wichtig sei aber zu erkennen, "dass es sich um ein gesellschaftliches Problem handelt, dem nicht einfach mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen beizukommen ist". Vielmehr müsse alles daran gesetzt werden, "dass alle Bevölkerungsgruppen respektvoll und friedlich miteinander umgehen," sagte Schneider. Die muslimischen Gemeinden in Deutschland forderte Schneider auf, sich noch deutlicher gegen die Verfolgung von Christen, etwa in der Türkei, zu positionieren. "Ich erwarte gerade von den DITIB-Gemeinden, die vom türkischen Staat begleitet und finanziert werden, dass sie sich bei der eigenen Regierung für die Religionsfreiheit der Christen in der Türkei deutlicher und massiver einsetzen, als sie dies bislang getan haben." Das, was türkische Muslime in Deutschland genössen, "muss auch für die Christen in der Türkei Wirklichkeit werden". Dass die Christen in der Türkei nur noch eine verschwindende Minderheit sind, sei bereits das Resultat einer lang anhaltenden Verfolgungs- und Vertreibungspolitik. "Dem muss ein Ende gesetzt werden", so Schneider.
DEU / Religion
04.01.2011 · 01:40 Uhr
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