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EKD-Ratsvorsitzender bedauert Konsum an Weihnachten

EKD-Chef Nikolaus SchneiderGroßansicht

Berlin (dpa) - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat dazu aufgerufen, wieder den wahren Sinn des Weihnachtsfestes zu entdecken.

Man feiere an Weihnachten etwas Ungeheuerliches, sagte er am Freitag im Deutschlandradio Kultur: «Dass Gott Mensch geworden ist - also die Zuwendung, die Liebe Gottes zu uns Menschen.»

Mittlerweile drohe der Konsum alles zu überdecken, bedauerte der EKD-Ratsvorsitzende. Die Kirche wolle nicht den Spaß am Einkaufen und an den Geschenken verderben. Aber: «Es ist immer eine Frage des Maßes.»

Es sei wichtig, dass ein Jahr mit den Jahreszeiten und auch mit dem Kirchenjahr seinen Rhythmus behalte, sagte Schneider. Durch das immer früher beginnende Weihnachtsgeschäft werde dieser Rhythmus abgeschliffen: «Wenn die dunkle Zeit dran ist und wir über Tod und Sterben nachdenken, dann sollen wir das nicht zudecken dadurch, dass wir schon auf den Weihnachtsmarkt gehen, so schön der Weihnachtsmarkt ist.»

Kirchen
24.12.2010 · 16:55 Uhr
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