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Eintrittswelle bei FDP und Grünen

Özdemir und RothGroßansicht
Frankfurt (dpa) - Das Wahljahr 2009 hat FDP und Grünen nach einem Bericht der «Frankfurter Rundschau» («FR», Mittwoch) einen Rekordzulauf von Neumitgliedern beschert. Die bisherigen Volksparteien CDU und SPD schrumpften nach einer Umfrage der Zeitung dagegen weiter.

Die Liberalen legten per Saldo um knapp zehn Prozent und die Grünen um fast sieben Prozent zu. «Noch nie haben so viele Menschen FDP gewählt und noch nie hat die FDP so viele neue Mitglieder aufgenommen», sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner der «FR». Grünen-Geschäftsführerin Steffi Lemke berichtete von einer «ungebrochenen Eintrittswelle vor allem junger Leute».

Mit 522 944 Beitragszahlern sei die CDU Ende November zwar zum zweiten Mal in Folge mitgliederstärkste Partei in der Bundesrepublik gewesen. Sie habe jedoch erneut etwa 6000 Beitragszahler verloren. Auch die SPD sei um 9300 auf 513 340 Mitglieder geschrumpft. Die CSU, die Anfang des Jahres etwa 165 000 Mitglieder zählte, habe noch keine aktuellen Daten vorlegen können.

Die FDP verzeichnete laut «FR» Ende November mit 71 996 Mitgliedern einen Rekordstand. Das sind 6396 mehr als zum Jahresbeginn. Die Grünen melden einen Zuwachs um 3051 auf 48 163 Mitglieder. «Die Leute wollen sich nicht abfinden mit einer schwarz- gelben Politik, die ihre Zukunft verbaut, und entscheiden sich ganz gezielt für die grüne Opposition», sagte Steffi Lemke.

Die Linkspartei lege derzeit lediglich im Westen der Republik zu. Ihre jüngsten Zahlen stammen laut «FR» von Ende September, als bundesweit 77 645 Mitglieder (plus 1677) gezählt wurden. Während die Partei in Ostdeutschland langsam, aber stetig schrumpfe, habe sie in Nordrhein-Westfalen ihre Mitgliederzahl seit 2006 auf 8584 verdoppelt.

Parteien / Mitglieder
30.12.2009 · 08:40 Uhr
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