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Einigungswille im Kita-Tarifstreit wächst

Langwierige Verhandlungen: Ein Ende des Kita-Streiks ist noch nicht in Sich (Archivbild).Großansicht
Frankfurt/Main (dpa) - Mit dem Willen zur Einigung haben Arbeitgeber und Gewerkschaften am Donnerstag in Frankfurt in die siebte Runde der Tarifverhandlungen für die 220 000 Beschäftigten in kommunalen Kindergärten und Sozialeinrichtungen gestartet.

«Wir sind hier, weil wir uns einigen wollen», sagte Thomas Böhle, Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) vor Beginn der Gespräche. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske unterstrich, die Gewerkschaft werde alles daransetzen, einen Abschluss zu erreichen.

Die Verhandlungen sind zunächst für zwei Tage angesetzt, beide Seiten schlossen aber auch eine Verlängerung über das Wochenende nicht aus.

Die Vorstellungen liegen nach wie vor in entscheidenden Punkten auseinander. Der VKA beziffert die von ihm angebotenen Einkommensverbesserungen auf durchschnittlich 11,6 Prozent. Ver.di rechnet anders und nennt das Angebot unzureichend. Es müsse eine nachvollziehbare Aufwertung des Berufsbildes geben, sagte Bsirske, «so reicht es nicht.» Auch beim zweiten Streitpunkt, einer Verbesserung des Gesundheitsschutzes, gibt es immer noch unterschiedliche Positionen. Während ver.di verbindliche, einklagbare Regelungen etwa zum Lärmschutz fordert, meint die VKA, die letzte Entscheidung darüber müsse die jeweilige Kommune behalten.

Die neue Verhandlungsrunde wurde nach Gewerkschaftsangaben von neuen Streiks in Kindertagesstätten in Bayern und Baden-Württemberg begleitet. Auch für Freitag seien dort Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen aufgefordert. Bsirske sagte, an der Entschlossenheit der Beschäftigten mangele es nicht. Er schloss eine Zuspitzung nicht aus, wenn es zu keiner Einigung komme.

Tarife / Kommunen / Kindergärten
16.07.2009 · 16:01 Uhr
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