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Eingeschränkter Flugbetrieb trotz Sperrungen

Hamburg (dpa) - Das seit fünf Tagen dauernde Flugverbot in Europa soll ab Dienstag schrittweise gelockert werden. Die Deutsche Flugsicherung hat zwar die Sperrungen des deutschen Flugraums wegen der isländischen Vulkanasche bis Dienstag 14.00 Uhr verlängert.

Dennoch nahmen zahlreiche Airlines schon Montag einen eingeschränkten Flugbetrieb auf. Sie flogen dabei nach Sicht. Derartige Flüge sind ebenso erlaubt wie Nachtflüge, sagte Kristina Kelek von der Deutschen Flugsicherung. Voraussetzung seien aber die regionalen Genehmigungen. Die Schweiz hebt ihre Beschränkungen ab Dienstag 08.00 Uhr ganz auf.

Am Montag waren bereits erste Airlines mit Sondergenehmigungen für kontrollierte Sichtflüge an den Start gegangen. Die Fluggesellschaft Air Berlin erklärte, dass sie am Montag bei mehr als 100 Flügen rund 15 000 Passagiere befördert habe. Die deutsche Lufthansa schickte unter Sichtflug-Bedingungen 50 Langstreckenmaschinen in die Luft, um gestrandete Urlauber aus Übersee zurück zu holen. Reiseveranstalter Tui hat dafür nach eigenen Angaben am Montagabend 16 eigene Flugzeuge und 15 gecharterte starten lassen. Sie sollen Touristen aus der Türkei, den Kanarischen Inseln und Ägypten befördern.

Die Verkehrsminister der 27 EU-Staaten einigten sich am Montag auf eine Lockerung der geltenden Flugverbote von Dienstagmorgen 8.00 Uhr. Der Luftraum soll in drei Zonen eingeteilt und nur dort geschlossen bleiben, wo eine bestimmte Konzentration an Asche überschritten wird. In der ersten gilt ein absolutes Flugverbot, im zweiten können die Mitgliedsstaaten entscheiden, ob sie Flugzeugen das Abheben erlauben, und im dritten Bereich ohne Asche-Gefahr ist das Fliegen unbegrenzt erlaubt. Entscheidendes Kriterium werden Satellitenbilder und Daten der Aschewolke sein. In Zone zwei werden die Staaten mit Testflügen ohne Passagiere das Sicherheitsrisiko ermitteln.

Der Verlauf der Zone werde alle sechs Stunden angepasst. Das Gebiet, in dem geflogen werden dürfe, sei deutlich größer als bisher. Am Sonntag waren rund 80 Prozent aller Flüge in Europa ausgefallen, was den Fluggesellschaften Millionenverluste beschert hatte.

Vulkane / Luftverkehr / Island
19.04.2010 · 23:05 Uhr
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