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Ein Toter bei Unwettern über Deutschland

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Konstanz (dpa) - Umgeknickte Strommasten, kollidierende Schiffe und abgedeckte Dächer: Das schwere Unwetter mit Hagelschlag und Orkanböen hat am Dienstag in weiten Teilen Deutschlands heftige Schäden angerichtet.

Allein in Baden-Württemberg und Bayern entstanden Kosten in Millionenhöhe. In anderen Bundesländern wie Niedersachsen konnte die Schadenshöhe am Mittwoch noch nicht genau beziffert werden. In Bayern war ein Mensch gestorben. Ein herabstürzender Baum hatte bei Passau einen 26-Jährigen auf seinem Quad erschlagen.

In Baden-Württemberg entgleiste bei Baienfurt ein Interregio- Express mit 120 Fahrgästen, der Lokführer wurde schwer verletzt. In Konstanz seien die Straßen bis zu zehn Zentimeter mit Eiskörnern bedeckt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. «Es sieht hier schon ein bisschen so aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen.» Umstürzende Bäume beschädigten im Südwesten zudem Stromleitungen. Es kam zu Stromausfällen. In einem Erbacher Bauernhof, der vom Blitz getroffen wurde, verbrannten 100 Tiere.

Enormes Glück hatte ein vierköpfige Familie in Niederbayern. Das Ehepaar mit zwei kleinen Kindern konnte sich gerade noch aus einem Wohnwagen retten, ehe der Sturm das Campingmobil erfasste und kurz darauf in die 30 Meter entfernte Donau schleuderte.

Großen Schaden richteten Sturm und Regen auch im weltgrößten Hopfenanbaugebiet im bayerischen Hallertau an. 2500 Hektar von insgesamt 15 000 Hektar Anbaufläche sollen betroffen sein.

Unglücke und Schäden gab es auch im Norden: Auf der Weser bei Bremerhaven kollidierte ein norwegischer Autofrachter mit drei anderen Schiffen. Kräftige Windböen drückten den auslaufenden Frachter gegen die an Liegeplätzen befestigten Schiffe. Bei einem libanesischen Schiff riss die Bordwand an mehreren Stellen auf, ein Container ging über Bord und versank. Der Sachschaden liege vermutlich im sechsstelligen Bereich. Verletzt wurde niemand.

In Braunschweig und im Kreis Peine sorgte ein Windhose für Chaos. Zahlreiche entwurzelte Bäume fielen auf Straßen und Häuser. Weitaus weniger Schäden richtete der Sturm in Berlin und Brandenburg an. Allerdings beeinträchtigten überschwemmte Straßen in Königs Wusterhausen noch bis zum Mittwochmorgen den Verkehr.

Auch im Westen Österreichs richteten heftige Gewitter, Dauerregen und Sturmböen in der Nacht zum Mittwoch schwere Sachschäden an. Besonders betroffen waren Teile Vorarlbergs, des Landes Salzburg und Oberösterreichs, wo sich in der Nacht schätzungsweise 2700 Blitze entluden. Am Bodensee wurden Windspitzen von bis zu 113 Stundenkilometern gemessen. In der Schweiz erschlug ein Baum einen 31-jähriger Mann im Kanton Thurgau in seinem Auto. Der gesamte Sachschaden in der Alpenrepublik beträgt etwa zehn Millionen Franken.

Wetter / Unwetter
27.05.2009 · 15:06 Uhr
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